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Shownotes

In dieser Folge sprechen wir mit Musicalstar und Freundin Judith Caspari über ihren außergewöhnlichen Weg von der Opernbühne bis zu den großen Hauptrollen im Musical. Wir tauchen ein in die Herausforderungen, Entscheidungen und Herzensprojekte, die Judith geprägt haben – und erfahren, warum sie sich bewusst für mehr Privatleben und neue Freiheiten entschieden hat. Gemeinsam reflektieren wir über Konkurrenz unter Künstlerinnen, den Mut zum Nein-Sagen und wie wir alle lernen, uns auch abseits der Bühne zu lieben. Judith teilt mit uns ihre Erfahrungen aus einer Branche voller Höhen und Tiefen und gibt wertvolle Einblicke in mentale Gesundheit und persönliche Entwicklung. Hört rein für Inspiration, ehrliche Anekdoten und einen offenen Blick hinter die Kulissen des Showbusiness. Unsere Playlist für dich: https://open.spotify.com/playlist/79Xm7tE07eO04invo2KUkZ?si=3O59Vi_fRUKR_ag0p2DE0g&pi=znEVkXorTSC0w https://www.birtevillnow.de/ https://www.verafilipponi.de/

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:03: So ihr Kircherärztin, herzlich willkommen!

00:00:08: Bei Vocal Stories Folge twenty-fünf heute mit einem Special Guest.

00:00:13: Wir sind ganz doll aufgeregt und freuen uns riesig dass sie heute bei uns ist.

00:00:19: Sie isst Musicaldarstellerin ein Promi, ein Sternchen und verdient denn mit großen Hauptrollen hat sich die Herzen.

00:00:28: Er spielt der Menschen, sie war Anastasia.

00:00:30: Sie war Jane in Tarzan und Glinda in Wicked.

00:00:32: Und hat viele weitere Rollen gespielt.

00:00:34: Und sie ist Gastsozentin in meiner Firma Vocal School.

00:00:38: Sie ist eine treue Hörerin unseres Podcasts und sie ist unsere Freundin.

00:00:43: Herzlich willkommen Judith Kaspari!

00:00:46: Yay!

00:00:47: Hallo Judith!

00:00:48: Dankeschön ihr Lieben.

00:00:49: es ist so schön bei euch zu sein und vielen dank für dieses wundervolle und liebe Intro.

00:00:55: Ja wow toll bitte.

00:00:57: Danke schön, dass du da bist Judith.

00:00:59: Hi Vera!

00:00:59: Schön, dass Du auch da bist.

00:01:00: Hallo

00:01:01: bitte schön nicht zu sehen.

00:01:02: ja vielleicht einmal für euch Zuhörer in.

00:01:05: ich bin gerade mit Judith in meinem wunderschönen Studio Raum hier in Kassel und heute das erste mal Aufnahme zu drinnen.

00:01:13: es ist ein bisschen kuscheltig aber freu mich sehr darauf.

00:01:17: Genau Schön Ja Judith

00:01:21: Als wir darüber gesprochen haben, dass du hier zu uns kommst.

00:01:25: Noch mal überlegt woher kennen wir drei uns eigentlich?

00:01:28: Wie ist denn unsere Konstellation?

00:01:31: Also das ist eine sehr lange Geschichte.

00:01:34: Birte kenne ich seit sehr sehr vielen Jahren Ich glaube seitdem ich zwölf bin oder noch jünger wahrscheinlich noch länger denke auch Wir kennen uns aus der Kirche Aus der wir beide ausgetreten sind Also nicht um das auch nochmal zu untermalen.

00:01:55: Wir sind nicht mehr in dieser Kirche, aber darüber kennen wir uns.

00:01:58: du bist die große Schwester von einer meiner besten Freundin und ja da haben wir uns kennengelernt dann aber im Jahr zwei tausend achtzehn irgendwie wieder neu zusammen uns zusammen irgendwie gefunden.

00:02:13: Du warst ja bei mir in Stuttgart zur Besuch bei Anastasia beziehungsweise du warst vorher schon meine Einzige Bekannte in Hamburg und in Hamburg musste ich natürlich viele Auditions machen.

00:02:24: Deshalb habe ich dann immer einen wunderbaren Platz bei dir in der Wohnung bekommen, du hast mich so aufgebaut und mir morgens immer nur gute Energie gegeben ... Und einen köstlichen Kaffee dazu noch!

00:02:38: Das hat mir echt immer richtig gute Energie für die Auditions gegeben.

00:02:42: Es war ein Ort und du warst eine Person, wo ich immer wusste ja von der Birte kriege ich gute Energie und Unterstützung Und die Vera kenne ich, war das Jahr zwei Tausend Sechzehn?

00:02:56: Ja.

00:02:56: Während als wir beide ja noch klassische Sängerin, Opernsängerin waren...

00:03:00: Damals!

00:03:01: Die dunkle Vergangenheit.

00:03:03: Ganz anderes Leben und da haben wir uns bei einer Opernakademie in Schwerte kennengelernt und ich glaube es war für uns beide eine echt herausfordernde Zeit weil das war echt ne heftige Akademie.

00:03:17: Ja, bei mir wurde prima die Farbe meiner Strumpfhose bemängelt.

00:03:20: Bei dir war es auch irgendwie so was gut.

00:03:21: Bei mir wurden meine nutfarbenen Schuhe bemengelt weil dann sieht man ja das Ende von den Beinen nicht.

00:03:27: Das kann man ja da nicht tragen bei einem Vorsingen.

00:03:30: Nein aber es war eine sehr lehrreiche Akademie und auch toll dass wir das gemacht haben.

00:03:34: Toll das ist auch um Singen gegen am Ende?

00:03:36: Genau!

00:03:37: Davon habe ich mich nicht so viel gemerkt von dem Feedback dazu.

00:03:41: Aber es war ne sehr intensive Zeit und irgendwie haben kennengelernt und gefunden.

00:03:47: Richtig schön, genau!

00:03:48: Und haben auch tatsächlich festgestellt, dass wir an Erfolg waren.

00:03:51: Warn?

00:03:51: Dim,

00:03:52: tatsächlich

00:03:52: auch zeitgleich aber da nicht viel miteinander zu tun hatten.

00:03:55: Ja

00:03:55: ich war nicht so oft in der Uni, weil ich schon zuviel am Theater war.

00:04:00: Da möchte ich auch unbedingt vielleicht wenn du das erzählen magst nachher noch mal von dir wissen wie du dein Master Abschmister gemacht hast.

00:04:11: Nein unbedingt ich erzähle es gerne.

00:04:13: Und tatsächlich haben dann Birte und du Vera, ihr habt euch ja auch über mich kennengelernt.

00:04:21: Weil ging das über Instagram?

00:04:23: Über die Firmware Vocal School oder wie kam das genau?

00:04:25: Ich weiß es gar nicht!

00:04:36: Und dann hast du gesagt, hey guck doch mal die Birte in Hamburg.

00:04:39: Ich glaube bei der bist du genau richtig.

00:04:41: Match made-in-heaven!

00:04:45: Ja guck mal, du weißt also was so aus Friesland?

00:04:47: Da schenkt man Menschen, die Leute verkuppeln immer ein paar gelben Gummistiefel.

00:04:52: Also eigentlich ja könnten wir da jetzt ein schönes paar gelbe Gummestiefe schenken.

00:04:58: Ach ihr ladet mich hier ein das ist auch schön

00:05:01: Sehr, sehr schön.

00:05:02: Genau wir haben ja auch schon in Hamburg mal zusammengesessen und einen Feierabendrink genossen.

00:05:08: Wir haben natürlich ein paar Fragen vorbereitet liebe Judith.

00:05:10: Wir sind ganz, ganz neugierig auf Dinge die du hoffentlich sonst nicht so oft gefragt wirst weil wir kennen das ja selber.

00:05:16: Interviewsituationen sind ja häufig sehr voraussehbar.

00:05:22: Vera willst du mal anfangen?

00:05:23: Du hast dir was überlegt?

00:05:26: Ja genau und zwar ist das tatsächlich.

00:05:29: aber jetzt erstmal eine Frage, die kriegst du bestimmt oft gestellt.

00:05:31: Aber ich glaube, dass würde die Zuhörerinnen von denen auch sicherlich einiger dich kennen.

00:05:36: Bestimmt interessieren wo stehst Du gerade so?

00:05:38: Was machst Du so?

00:05:39: Wo bist Du grade in welcher Produktion?

00:05:42: Wo können wir Dich erleben?

00:05:43: Ja also dieses Jahr ist tatsächlich ein bisschen ruhiger weil ich letztes Jahr zum ersten Mal in meinem Leben zu vielen Dingen Nein gesagt habe und zu ganz viel Privatleben ja sagen wollte.

00:05:55: und momentan bin ich aber trotzdem auf der Bühne zu sehen am Theater Magdeburg in der Musikproduktion Scholl, die Knospel der weißen Rose.

00:06:04: Ein ganz politisches Projekt über die weiße Rose, eine ganz spannende Arbeit auf jeden Fall.

00:06:11: Da haben wir glaube ich noch drei oder vier Vorstellungen in Magdeburg.

00:06:14: also für alle die noch kommen wollen seit schnell.

00:06:16: Wir spielen noch bis Ende Mai.

00:06:19: dann habe ich erst mal eine lange Sommerpause worauf ich mich auch freue und ab Herbst geht es dann mit Disney ein Konzert weiter auch ne Tour wo ich schon oft dabei sein durfte.

00:06:29: also wirklich dieses Jahr nur Herzensprojekte Genau.

00:06:33: Und was dann in Zukunft kommt, steht noch in den Sternen.

00:06:36: Das können die Leute natürlich auch auf Instagram oder sonstigen Webseiten sehen.

00:06:42: und ja schauen wir mal, was da noch so kommt?

00:06:46: Ja

00:06:47: voll schön!

00:06:47: Sind wir ganz gespannt mit dir und vor allen Dingen das Thema auch mal Nein zu sagen um das zu lernen.

00:06:55: Wunderbar also ist eigentlich ja nur Wegebnen für... Da machst du ja Platz mit für viele wunderbare andere Dinge, die noch kommen werden

00:07:03: Genau.

00:07:04: Darf ich fragen, was hatte ich denn dazu bewegt diese Entscheidung zu treffen aus deiner... Ja auch aus diesem steilen Weg nach oben deiner Karriere freiwillig sozusagen ein Stück zurückzugehen?

00:07:15: Das ist ja eine

00:07:16: große Entscheidung finde ich.

00:07:18: Ich glaube

00:07:19: der Punkt

00:07:20: kam

00:07:21: so ein bisschen schleichend.

00:07:22: also ich bin jetzt über dreißig und habe gemerkt in den letzten Jahren ist bei mir auch etwas passiert.

00:07:27: was möchte ich mit meinem Leben?

00:07:29: was gibt es noch außer dem Job?

00:07:31: irgendwie auch Und natürlich gibt es einfach in der Musical-Szene oder in dem Aus-Suite Bereich, wo ich Karriere bis jetzt machen konnte.

00:07:39: Auch eine große Abhängigkeit vom Markt von den Auditions-, von den Leuten.

00:07:43: Ich arbeite wahnsinnig gerne auch für Stage Entertainment und für den Aus-suite Betrieb allgemein Aber man ist halt wirklich immer in dieser Abhängigkeiten drin.

00:07:52: Wann kommt der nächste Job?

00:07:54: Wie passiert das?

00:07:55: jetzt?

00:07:56: Hab ja eigentlich auch davor anders angefangen.

00:07:58: Also ich war erst am Opernhaus als klassische Sängerin, hab auch während des Studiums schon viele freie Projekte gemacht und da wollte ich mir irgendwie die Karriere, die ich bei Stage and Attainment gemacht habe jetzt auch ein bisschen frei erschaffen also dass sich da vielleicht auch mehr Freiheit hat und immer wieder wechseln kann zwischen Sweet Theater, zwischen freien Produktionen.

00:08:20: Das ist ein wahnsinnig langer Weg auf jeden Fall noch das ich glaube wie auch dieses gleiche Netzwerk ausweites musical in der freien Szene habe oder so eine Stadttheater Szene, aber da hatte ich einfach irgendwie Bock drauf und auch einfach die Sache dass ich einen tollen Partner hab' und Familie habe und ein Haus in Schweden.

00:08:41: Und ich dieses Leben auch total liebe abseits von der Bühne und ich mittlerweile auch voll mich in die Judith Abseits der Büne verliebt habe und auch ganz gerne mag mich so zu erleben ohne Rollen, ohne meine Gesangsstimme mal für eine Weile oder so.

00:08:57: Sondern einfach als Privatperson.

00:08:58: und das war ne ganz schöne Erfahrung auch nicht immer einfach in so Zeiten wenn es irgendwie ungewiss war was kommt jetzt so als nächstes?

00:09:07: welcher große Job wartet auf mich?

00:09:10: Und das war aber irgendwie die ganz wichtige Zeit für mich.

00:09:13: und ja dass ich mich auch mal so kennenlerne Ja genau

00:09:17: schön voll die liebevolle Entscheidung für dich Voll inspirierend, so dass du dich... also dieser Satz.

00:09:22: Du hast sich in die Unitabseits der Bühne verliebt.

00:09:26: Wow!

00:09:26: Mic Drops.

00:09:28: Dankeschön.

00:09:29: Ja ich glaube das ist voll wichtig auch für alle Künstlerinnen weil uns nimmt es so ein und es ist ja auch so toll, dass dieser Job und unsere Leidenschaft für Musik und in meinem Fall jetzt für Bühnen und Schauspiel und Gesang so groß ist.

00:09:42: aber ich glaube es umso wichtiger sich auch zu fragen wer sind wir auch ohne diesen Job?

00:09:49: Genau, schön.

00:09:51: Ja total schön!

00:09:53: Mich würde dann total interessieren weil du ja auch eben jetzt mal dein Weg auch über das Theater in Gelsenkirchen, über das Opernstudio in dem du warst eben auch erwähnt hast.

00:10:03: Du bist ja dann wirklich ein sehr bunten Weg und nicht diesen straight so... Du hast die Musical-Ausbildung gemacht und bist direkt in deine erste Rolle irgendwie gestittert.

00:10:13: also diesen Weg bist du ja nicht gegangen und hast sehr viel ausprobiert.

00:10:18: Jetzt mit dem Wissen von heute und auch mit dieser Weisheit, die da jetzt gerade aus dir ausspricht.

00:10:24: Wenn du die Möglichkeit hättest, deinem Ich zu dieser Ausbildungszeit so Anfang zwanzig nochmal etwas zu sagen... Was werden das?

00:10:32: Das ist eine schöne Frage!

00:10:35: Ich hatte tatsächlich eine sehr wilde Studienzeit, weil ich auch einfach sehr komische Lehrer innen bzw.

00:10:43: männliche Lehrer oder Professoren hatte, die irgendwie gefühlt noch in den Fünfzigerjahren gelebt haben und mich da sehr verunsichert haben und auch sehr verurteilt haben und sich da sehr in so einer Ecke gedrängt haben, wer ich zu sein habe was sich für Partien singen zu habe und dass ich auf keinen Fall Musical singen darf parallel zu meinem klassischen Gesang.

00:11:07: oder auch damals war es ein riesiges Theater als ich damals für dieses Opern Studio vorgesungen habe.

00:11:12: Das wollte er damals gar nicht, da hab' ich dann aber einen Tag später den Job direkt... kommen, dann hatte sich ganz da entschuldigt und gesagt nein das ist ja wunderbar.

00:11:22: Und so als er dann mal gemerkt hat ich komm schon an auf dem Markt also immer so dieses Kleingehalten werden und so dass das war damals irgendwie noch Gang und Gebe zumindest von diesem Professor den ich dann hatte.

00:11:34: Da bin ich Gott sei Dank von einer ganz tollen Professorin Rachel Robbins aufgenommen worden.

00:11:39: Also falls ihr das hört danke Rachel, der verdankt mich ganz ganz viel geholfen und deshalb würde ich glaube ich meinem früheren Studien, ich sage lass dich nicht so klein machen.

00:11:52: Rede über das was passiert und was dir auch passiert und geh deinen Weg und ein alter weißer Opernprofessor wird bestimmt nicht den Weg für dich wissen der gut ist.

00:12:06: ja da braucht ich ein bisschen.

00:12:07: Ich habe es dann irgendwann erkannt aber hätte ich eigentlich noch schneller erkennen können.

00:12:12: Wow, ja.

00:12:15: Ich hab noch so ein bisschen die Gerüche der Volkwangflure gerade so innerlich vor der Nase.

00:12:23: Ja.

00:12:25: Die Uni an sich war total cool!

00:12:27: Also ich bin total dankbar für diese Uni auch weil da also man konnte sehr viel frei studieren wenn man sich nicht eingetragen hat für irgendwelchen Unterricht dann hatte man auch keinen Unterricht und beziehungsweise anders herum.

00:12:38: Also du

00:12:39: bist eine Self-made woman?

00:12:41: Na, es gab so verschiedene Phasen.

00:12:43: Ich war natürlich einfach viel schon an Theatern und hab dann wirklich auch mal ein Semester da kaum studiert.

00:12:47: Und dann gab's wieder Zyklen wo ich mich nur eingetragen habe weil sich niemand in der szenischen Arbeit zum Beispiel eingetragen hat.

00:12:56: Da konnte man sich rauspicken was persönlich für einen gut war.

00:13:00: Das hab ich halt irgendwie manchmal gemacht.

00:13:02: die haben mir alle Freiheit der Welt gelassen.

00:13:06: Und wie gesagt, als ich dann bei der richtigen Professorin war habe ich da auch total gemerkt, wie mich das unterstützt und auch ja mich wachsen lässt.

00:13:14: Schön!

00:13:15: Ja und dein Weg spricht für sich würde ich sagen?

00:13:18: Ja also wilder Weg deshalb... Ich lasse mich einfach weiterhin überraschen weil irgendwie lief das bis jetzt immer so dass nicht so richtig planen konnte was passiert oder beziehungsweise immer wenn ich es geplant hab ist es nicht so gekommen.

00:13:32: von daher Ja, lass ich mich immer überraschen was so kommt.

00:13:37: Vera du hast ja mit Judith auch zusammen studiert phasenweise oder?

00:13:43: Ich habe dich schon wahrgenommen Judith von deiner Ausstrahlung.

00:13:48: wir waren ja nicht so viele und ich war auch gar nicht in diesem Operngesangsstudium sondern ich gehörte zu den Gesangspädagogin.

00:13:56: Wenn wir dann mal diesen Operngesangspflügel besucht haben, wurden wir immer ein bisschen komisch angeguckt.

00:14:02: Oh nein!

00:14:02: Das tut mir leid.

00:14:04: Ja aber wir waren schon.

00:14:06: also ich glaube so eins.

00:14:07: zwei Semester hat sich es auf jeden Fall auch überschnitten, aber wir hatten keine Kurse leider zusammen.

00:14:11: Aber ich habe die schon wahrgenommen.

00:14:13: Schon gesehen da kommt eine.

00:14:16: Und die heimlich Musical übt.

00:14:18: abends

00:14:19: ja und das ist wirklich an der Volkwange Universität der Künste sagt man ja Das war schon wirklich toll.

00:14:26: Da habe ich auch ganz viel annehmen können aus dem Musical Bereich, bin dann da zum Tanzen gegangen und so und hab mich darunter die Leute irgendwie geschmuggelt.

00:14:35: Das ist schon wirklich cool dass man da sehr frei dann schauen konnte für sich was brauche ich eigentlich?

00:14:40: aber es steht und fällt halt wirklich mit dem Gesangstlehrer unter Gesangslehrerin bei der du landest.

00:14:47: Ich denke auch immer, dass was ich am liebsten allen mitgebe die irgendwie überlegen das zu studieren oder die Ausbildung halt so machen.

00:14:55: Es ist total egal was für einen Namen das Haus hat.

00:14:58: Am allerwichtigsten es bei was für ein Prof- oder Professorin oder eben auch nicht Prof du bist.

00:15:04: Das ist das A und O.

00:15:05: Total also dem wirklich total zustimmen.

00:15:08: was du auch sagst.

00:15:09: Und ja genau wenn man da irgendwie klickt mit der Person dann fühlt man sich ja auch total beflügelt und unterstützt für den Rest in der Uni.

00:15:18: Und genau wie du sagst mit der Volkwange, das war irgendwie immer cool, dass man sich da auch in Kurse irgendwie einschreiben konnte die vielleicht nicht so für den Studienplan vorgesehen waren oder wie bei dir, dass du da auch ganz viel so mitnehmen konntest.

00:15:30: Das war schon ziemlich cool an der Uni dort.

00:15:33: Schön!

00:15:35: Dann hast du dich ja Judith eigentlich gegen den, zumindest von der Uni für dich angedachten Weg entschieden und bis zu dieser Anastasia Audition gegangen.

00:15:46: Und wie war das für dich?

00:15:48: Also was gab es für Reaktionen?

00:15:51: Was hat das mit deinem Klima in deinem Studium gemacht?

00:15:54: haben die das dann doch mit dem Erfolg wieder okay gefunden oder...

00:15:58: Ja also tatsächlich sehr überraschend, weil die ganze Opernabteilung als es dann soweit war und ich den Job hatte haben mich sehr viele Leute besucht zum Beispiel auch unser Dekaden von der Uni.

00:16:11: Und die waren alle mega stolz.

00:16:13: oder auch meine Gesangspostoren Rachel.

00:16:15: Die waren megastolz und waren also so begeistert davon.

00:16:19: Ich glaube wenn natürlich Alastasia auch ein ganz geeignetes Musical war, weil es hatte schon so ein bisschen klassische Elemente Es hätte auch irgendwie eine Oper teilweise sein können nicht von der Gesangstechnik aber so vom Aufbau der Show.

00:16:32: Und ich glaube, die waren alle ganz beeindruckt was Musical eigentlich sein kann dass es nicht nur die hochgezogenen Beine oder die Steppschuhe sind und die Leute will tanzen und irgendwie käuchend rum schreien oder so.

00:16:45: Ich glaub das ist manchmal ein bisschen das Vorurteil von klassischen Menschen gegenüber Musicals.

00:16:51: Was ich jedoch sehr spannend fand unterrede ich auch ganz offen mittlerweile drüber Welt an der Uni nicht ganz so offen war.

00:17:01: Und ich kann mich noch daran erinnern, dass bei der Audition die Musikleute, die ich quasi von Erfolg waren kannte, das sie ganz, ganz irritiert waren was ich denn bei der audition mache.

00:17:12: und ja eine Person hat mich wirklich angesprochen und meinte ich was machst du denn hier?

00:17:18: Und ich sage, ich sing vor.

00:17:20: Was machst du denn hier?

00:17:22: Aber also das war... Das ist wie so ein bisschen im Gedächtnis geblieben.

00:17:25: Also die waren alle sehr, sehr erstaunt und da habe ich auch so ein bißchen gemerkt.

00:17:29: Ich glaube, da wurde hinter meinem Rücken sehr viel erzählt und kommentiert was das denn soll und es fiel auch mal der Satz dass ich ja irgendwie den Musical-Leuten die Jobs klaue, wo ich dachte... Also ich singe ganz normal vor.

00:17:42: Es ist ja nicht, dass sich jetzt irgendwie bevorzugt wurde, ganz im Gegenteil.

00:17:46: Das können alle aus der Musical-Szene einfach frei vorsingen und wer dann den Job bekommt hat halt das Glück oder es dann halt auserwählt.

00:17:56: Und das fand ich sehr interessant!

00:17:58: Andersrum war, dass ich von der klassischen Welt sehr viel Offenheit und sehr viel Unterstützung dann erfahren habe als es dann soweit war.

00:18:06: Und die Musical-Welt schon so ein bisschen erstaunt waren und mich das schon abspüren lassen.

00:18:13: Ja, spannend auf jeden Fall!

00:18:17: Du bist ja dann echt direkt in so einem natürlich nach diesem ganzen Probenprozess und du bist direkt in eine acht Showwoche geschlittert eigentlich?

00:18:27: Da wird man ja im Studium konditionell überhaupt nicht drauf vorbereitet.

00:18:31: Überhaupt nicht, nein!

00:18:34: Wie war das für dich?

00:18:35: Was hast du gemacht um das irgendwie durchzustehen?

00:18:38: oder hast du dir was wahrscheinlich auch Tipps irgendwie eingeholt?

00:18:42: Oder bist du nur noch Joggen gegangen?

00:18:44: Ja, also joggen ist tatsächlich echt mega gut.

00:18:46: Also für alle die viel auf der Bühne stehen oder viele Gegens haben, joggen is einfach das A und O weil man natürlich auch die Herzfrequenz so hoch bekommt wie bei einer krassen Show oder bei so ner Tanznummer.

00:18:57: oder zum Beispiel Anastasia war eigentlich das anstrengendste dass ich den ersten Akt eigentlich nur auf der bühne war.

00:19:04: Da war man wirklich eine Stunde zehn am Durchballern.

00:19:08: Das war so das krasseste für mich damals an der Show.

00:19:12: und ja, also so richtig richtige Tipps habe ich irgendwie nicht bekommen.

00:19:18: Beziehungsweise ich hatte hier einen ganz tollen Kollegen, den Milan.

00:19:21: Mein besten Freund immer noch und der hat mich natürlich schon so ein bisschen beraten aber er war auch selbst noch ein Baby gefühlt und wir sind da beide irgendwie reingeschlittert zusammen und haben uns gefreut dass wir das machen und sind da einfach sehr naiv auf eine süße Art und Weise reingegangen.

00:19:37: Ich muss sagen positiv überrascht, wie gut es dann doch ging mit den acht Shows in der Woche auch stimmlich.

00:19:43: Also man wächst da irgendwie rein.

00:19:44: und das Verrückte war auch noch dass wir glaube ich sechs Wochen lang nach der Premiere gar keine Cover hatten weil die alle noch eingearbeitet wurden.

00:19:52: Das heißt sechs wochen lang durften wir auch nicht krank werden sonst wäre die Show ausgefallen und zwei tausend Leute hätten nach Hause geschickt werden müssen.

00:20:02: aber ich meine das kennt ihr ja auch sicherlich wenn da irgendwie ein gewisser Druck da ist durch zu powern Kann man das auch für eine Zeit?

00:20:09: Natürlich gab es Momente und Phasen, wo ich gemerkt habe, das geht jetzt echt auf den Körper oder meine Psyche.

00:20:15: Es war nicht nur eine einfache Zeit, sondern auch sweet allgemein.

00:20:19: Dann hat man auch mal Phasene, wo man krank ist Man sich dann auch irgendwie schlecht fühlt oder so.

00:20:24: Also da gibt es schon immer so Momente, wo ich mal zwei, drei Shows verpasst habe und dachte das kann doch jetzt nicht an gehen!

00:20:33: Warum bin ich denn jetzt krank?

00:20:34: Und ich bin nicht zuverlässig also... Das ist schon verrückt was das mit einem macht.

00:20:40: Was ich dann auch rausgefunden hab, das habe ich mittlerweile für mich gelernt aber ich habe wahnsinnig viel getrunken während den Shows glaube ich immer so vier fünf Liter.

00:20:53: Es hat mir auch niemand gesagt, dass dann natürlich viele wichtige Stoffe aus dem Körper herausgespült werden und Nährstoffe.

00:21:00: Und ich da natürlich irgendwie Nährstoffe nehmen muss – sowas wie Elektrolyte oder so.

00:21:06: Sei es einfach morgens oder während der Show mal ein Wasser mit Zitrone und Salz.

00:21:10: Das habe ich alles nicht gemacht!

00:21:12: Da habe ich mich manchmal dadurch echt krank getrunken.

00:21:19: Zeit lang.

00:21:20: Und also das nur so als kleinen Fakt am Rande, für alle die das auch hören und viel singen und viele Gigs haben oder auf der Bühne stehen ja trinken ist sehr wichtig aber natürlich muss man dann auch mit näher Stoffen oder Elektrolyte dann halt nachsorgen dass dann auch die Stoffe in dem Körper bleiben.

00:21:38: und das wusste ich zum Beispiel bei Anastasia gar nicht.

00:21:41: Das habe ich so in den letzten Jahren für mich erkannt.

00:21:44: beim long run Dass das echt das A und O ist

00:21:49: Da haben wir ja auch hier beim Workshop hier drüber gesprochen, weil ich mir hier auch morgens direkt erstmal eine Flasche Elektrolyte reingezogen habe.

00:21:56: Bei Workshop Tage sind ja auch sehr intensiv und man ist den ganzen Tag sehr körperlich aktiv.

00:22:01: die gehen zehn bis zwölf Stunden insgesamt.

00:22:04: Ja, da merkt man schon irgendwie.

00:22:06: Man muss sich ein bisschen anders versorgen und dann haben wir noch angestoßen mit unseren Elektronik.

00:22:11: Mit unseren Drinks?

00:22:12: Ja voll!

00:22:12: Und also das ist auch so wahnsinnig.

00:22:14: Ich frag mich auch wie ... Wir haben unsere Körper das geschafft als wir es noch nicht so erkannt haben.

00:22:18: Ja ich

00:22:18: weiß wie...

00:22:20: Ich hatte

00:22:21: immer massive Kopfschmerzen den halben Tag lang ja.

00:22:24: und dann irgendwann habe ich gesagt so, ich muss das mal verändern.

00:22:26: Das kann doch nicht angehen.

00:22:27: und dann hab' ich tatsächlich mich mit Chatty beraten und Chatty sagte ja Mois hier Mit dem was du dazu dir nimmst, kommst du nicht über so einen Tag und hat dann mir den Sportplan geschrieben.

00:22:39: Und da habe ich nämlich den Tipp von den Elektrolyten her.

00:22:41: Ja richtig gut!

00:22:43: Aber es ist doch schön dass wir auch noch etwas lernen können.

00:22:45: Ja

00:22:45: schön Vera Du wolltest gerade nochmal was sagen?

00:22:49: Nee ich wollte auch sagen... Da war man ja dann einfach nur ein bisschen jünger und ein bisschen belastbarer irgendwie auch.

00:22:55: also Ich hab eine andere Belastbarkeit als vor zwölf dreizehn Jahren.

00:23:00: Ja, ich merke das auch schon.

00:23:01: Ich mache jetzt die Show Scholl und die habe ich vor drei Jahren schon mal gemacht und so kräftemäßig ist alles in Ordnung.

00:23:07: aber es gibt eine Bewegung, die wir immer machen müssen nämlich mit den Knien auf den Boden gehen Und es tut jetzt richtig doll weh nach drei Jahren und da hatte ich vor dreiein noch gar keine Probleme mit und jetzt bin ich thirty-two Jahre alt und denke mir jedes Mal bei der Bewegung Also man merkt es dann schon auch irgendwie jetzt.

00:23:29: Ja, dafür singen wir halt immer besser!

00:23:34: Du tunst vielleicht nicht mehr dann Kopfüber oder auf Knien über die Bühne aber du singst... Wir werden ja gesanglich immer besser.

00:23:40: Genau das stimmt.

00:23:42: Die Stimme wächst super spannend mit den Elektrolyten.

00:23:45: da muss ich euch gleich mal befragen welche Präparate ihr euch da schmeißt.

00:23:50: Mach mal.

00:23:51: Ganz viele

00:23:51: Möglichkeiten.

00:23:53: Wie ist das denn für dich?

00:23:54: Du hast es ja auch vorhin erwähnt, dass du dabei der Audition auch beäugt wurdest und da Konkurrenzgefühle aufkamen von anderen Mitsängerinnen.

00:24:05: Wie hast du's denn geschafft dir dieses große Herz zu erhalten und dieses... Es ist genug Platz für alle.

00:24:11: also du hast ja deine Werte wirklich geschützt in diesem Heifischbecken.

00:24:18: Wie hasst du das gemacht?

00:24:19: Das ist erstmal sehr schön, dass du das sagst.

00:24:22: Weil natürlich spürt man Konkurrenz und da fühle ich mich auch oft schlecht für solche Gedanken.

00:24:28: aber es ist einfach nun mal so auf dem Markt gerade auch bei den Frauen weil es immer viel zu viele Frauen gibt und viel zu wenige Stellen oder Rollen und es geht leider auch wieder total rückwärts, dass es einfach immer weniger Musicals auch gibt mit diesen vielseitigen Frauenpartien was jetzt irgendwie letzten Jahre ja mal ein bisschen wenigstens angezogen hat.

00:24:49: Aber ich glaube, wenn man da nicht drüber geht oder beziehungsweise das für sich irgendwie überarbeitet dieses Konkurrenzdenken insbesondere mit anderen Frauen.

00:24:58: Dass man daran echt kaputtgeht und da habe ich keine Lust drauf.

00:25:01: also genau wie jetzt mit meiner kleinen Pause oder dem ruhigeren Jahr Ich möchte dann nicht voll neid zerfressen sein und möchte in den Frauen die ja irgendwie genau das gleiche wie ich erleben und den gleichen Kampf kämpfen, in denen Konkurrenten sehen oder mit negativen Gefühlen erfüllt sein.

00:25:26: Das macht mich nur noch schwächer verbitterter irgendwie, nicht dass ich jetzt verbittert will.

00:25:33: Aber es gibt ja einfach Momente oder bei Auditions wenn man dann so die Leute sieht wie man halt immer sieht wo ich dann auch denke eiergut wenn.

00:25:39: wenn die jetzt in den Raum geht dann brauche ich sie erst gar nicht versuchen.

00:25:42: die Gedanken haben wir aber alle voneinander und das ist glaube ich ganz wichtig sich das vorzustellen und auch immer wieder für sich auszuloten dass es denen Frauen im raum genauso geht und dass wir ja eigentlich alle totales gleiche schicksal teilen.

00:25:59: Ich glaube dann oder das habe ich so ein bisschen auch die letzten Jahre für mich lernen dürfen, dass das alles irgendwie Sinn macht.

00:26:06: Also selbst wenn ich mal denke oh jetzt hat wieder die die Rolle bekommen, die ich eigentlich haben wollte, dann ist aber wieder Platz für eine andere Rolle.

00:26:14: also... Ich bin sowieso mega privilegiert und hab tolle Rollen gespielt und werde sicherlich noch tolle rollen Und da ist Platz für alle auf eine gewisse Art und Weise und dem muss sich irgendwie vertrauen.

00:26:29: Auch also davon profitiere ich ja auch total.

00:26:31: Also diesen schönen Gefühl nach einer Audition, auch mit meinen Konkurrentinnen in Anführungszeichen danach ein Kaffee zu trinken und einfach zu hören was beschäftigt dich?

00:26:40: Und wie ging es dir jetzt mit der Audition?

00:26:42: oder auch einfach mal gar nicht über den Job zu quatschen wirklich die Menschen kennenzulernen?

00:26:47: Das ist wirklich ein ganz großes Geschenk weil Es gibt einfach in dieser Musical Welt auch einfach so wahnsinnig tolle Charaktere und Leute und das ist glaube Ich ganz wichtig dass auch dahinter zu erkennen.

00:26:59: Schön.

00:27:00: Ja, es ist am Ende die Verbindung, die du dann schaffst zu anderen, die Heilung von diesem Konkurrenzthema schafft weil das... Genau.

00:27:07: also Verbindung ist sozusagen die einzige Lösung.

00:27:09: Ganz genau ja.

00:27:12: Richtig schön!

00:27:12: Kannst Du Dir vorstellen dass genau diese Erkenntnisse, die Du jetzt alle durch Deine eigenen Erfahrungen ja gesammelt hast?

00:27:20: wovon man in der Ausbildung ja gar nichts, also fast gar nicht irgendwie bekommt.

00:27:27: Dass du das noch mehr an die nachkommende Generation auch weitergibst und machst es jetzt zum Teil schon in Workshops, ne?

00:27:33: Auch bei bitte dann in der Female Vocal School aber gerade eben auch so diese mentale Gesundheit in diesem Business.

00:27:43: kannst du dir vorstellen da noch mehr so in die Lehre dann auch zu gehen?

00:27:46: neben der Bühne

00:27:48: Ja, total.

00:27:49: Also jetzt momentan sehe ich mich primär einfach auf der Bühne natürlich unterrichtig auch wahnsinnig gerne und hab da so Lose ein paar Schüler innen die ich immer mal ein bisschen coache aber dann halt eher so gesangstechnisch.

00:28:03: Aber momentan ist einfach im Theaterbereich noch zu viel los Auch mit Auditions und Shows dass sich da auch einfach keine richtige Konstante für die Leute sein kann und ich einfach die Verantwortung jetzt noch nicht dauerhaft übernehmen möchte.

00:28:20: Aber so viel später, man weiß ja auch immer nicht wie es sich entwickelt ... Altern der Frau im Musical-Bereich ist immer noch wahnsinnig hart und sehr brutal, obwohl ich eigentlich so dieses romantische Bild habe auch noch als Omi auf der Bühne zu stehen oder irgendwelche Rollen zu singen.

00:28:42: Also da hätte ich wahnsinnigt Lust drauf.

00:28:43: Aber ich könnte mir schon auch vorstellen irgendwie mal einen Lehrauftrag zu haben an der Uni.

00:28:47: Da hätte ich irgendwie Lust drauf oder vielleicht auch mal Professorin zu werden.

00:28:52: Dream Big!

00:28:56: Ich habe ja meinen Studienabschluss, warum nicht?

00:28:58: Und da hätte ich irgendwie Lust drauf.

00:29:01: Das sehe ich jetzt gerade noch nicht so.

00:29:03: aber wie gesagt in meinem Leben passieren auch viele unvorhersehbare Dinge also will ich mich gar nicht so... Also verplanen oder sagen, nee das kann ich mir jetzt gar nicht vorstellen.

00:29:15: Grundsätzlich schon und ich glaube wenn ich SchülerInnen fest hätte dann wäre es auch ein total wichtiger Anteil von meinem Unterricht.

00:29:22: nicht nur der gesangstechnische Anteil oder wie präsentiere ich mich bei Auditions sondern wie sieht's eigentlich in mir drin aus?

00:29:29: Weil das was ich bis jetzt in meiner Karriere gelernt habe ist eigentlich dass alles was in den drei vier Minuten im Raum passiert bei der Audition manchmal ziemlich egal ist.

00:29:40: Wenn der Spargel am Anfang und der erste Moment, wenn du reinkommst in den Raum gepasst hat dann kämpfen die auch für dich.

00:29:47: Das habe ich mittlerweile so oft erlebt.

00:29:48: Und andersrum, wenn dieser Sparkel nicht überspringt bei den Creatives, bei dem Kreativ-Team... die dich casten, dann kannst du noch so gut singen.

00:29:57: Sie fühlen es einfach nicht und ich glaube um diesen Moment geht das ganz, ganz oft dass du quasi so die Lösung für das Problem von diesem Casting Team in dem Moment bist und dass du sagst hey!

00:30:07: Ich habe hier die Ausstrahlung, ich hab hier die Energie.

00:30:10: Nehmt mich.

00:30:11: wenn das stimmt dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen und das wäre glaub' ich für mich in meinem Unterricht ganz große Priorität, das so ein bisschen auch mit den Leuten zusammen zu erforschen.

00:30:26: Weil es natürlich was sehr energetisches einfach ist und sich nicht so mathematisch errechnen lässt.

00:30:32: aber da irgendwie zu forschen oder auch in den Leuten drin zu gucken wie kannst du das ausstrahlen?

00:30:37: Und wie kannst Du das erreichen in dem Moment dass ja irgendwie möglichst gut den Leuten auch auszustrahlen und zu senden

00:30:45: Ja toll richtig schön.

00:30:47: ach Mensch Mein jungeres ich würde auf jeden Fall Teil davon sein wollen.

00:30:54: Ja, auf jeden fall.

00:30:54: Ich habe jetzt Eingangs angeteasert also du kannst die Frage beantworten wenn du möchtest.

00:31:00: aber wir haben kurz.

00:31:01: ich hab kurz angeteasert dass ich so spannend finde wie du deinen Masterabschluss gemacht hast.

00:31:06: Magst du es kurz erzählen?

00:31:09: Ja, klar.

00:31:10: Also man muss dazu sagen es war ja auch Corona.

00:31:13: also ich glaube deswegen haben sowieso auch viele Regeln gar nicht gegriffen in der Zeit.

00:31:18: aber meine Master Abschlussprüfung war tatsächlich meine letzte Show von Anastasia und unser Dekan war da drin war natürlich vollkommen begeistert weil natürlich die letzte show da sind natürlich noch mal alle fans da und schreien sobald du irgendwie nur dein klein C auf der bühne bewegst vor lauter Begeisterung ... geflasht, weil er das natürlich auch gar nicht kannte.

00:31:39: so von der Opernwelt.

00:31:41: Und ja, der hat mir quasi den Master hinterhergeschmissen indem er dann einfach gesagt, komm du hast jetzt einen Jahr so hart gearbeitet härter als jede Master Studierende.

00:31:52: Du kriegst jetzt den Master.

00:31:54: und ja, dann wurde mir der Master gegeben.

00:31:57: man muss dazu sagen im Master muss man ja auch keine Pflichtstudien machen.

00:32:00: Das ist ja einfach wie eine Spezialisierung um Operngesangen beziehungsweise bei mir ich hieß es Gesang Musiktheater.

00:32:06: Musical ist ja auch Musiktheater.

00:32:09: Ja, und so habe ich dann meinen Master bekommen ohne dass in der Uni war bzw.

00:32:13: vielleicht zweimal da während Anastasia.

00:32:16: So zwei Montage mal hab dann aber auch gemerkt nie das es irgendwie ein bisschen viel mit acht Shows in der Woche noch montags nach Essen zu fahren.

00:32:23: Das habe ich manchmal versucht und wie gesagt Gesangsunterricht bei meiner Professorin hatte ich dann immer mal noch danach.

00:32:31: Aber ja, so richtig viel jetzt an der Uni war ich nicht wirklich für den Master.

00:32:35: Und so habe ich dann meinen Master auf Music bekommen und bin ganz stolz drauf.

00:32:41: Kannst du auch sein?

00:32:42: Ja kann es so total sein und voll erfrischend zu hören einfach dass sowas möglich gemacht werden kann.

00:32:49: Das denkt man ja von der Klassikwelt oder bzw.

00:32:51: von der Uni auch erstmal nicht.

00:32:53: Also da wirklich ein ganz großes Dankeschön an die Uni das sie da einfach mich so unterstützt haben.

00:33:00: Cool.

00:33:02: Mental Health hat ja Vera auch schon angesprochen, wie ist es denn dein Umgang damit?

00:33:08: Dass man so oft oder das Ablehnungteil deines Jobs ist und gab es da in deiner Ausbildung irgendeine Form der Vorbereitung drauf?

00:33:19: Also die Form der Vorbereitung gab es nicht bewusst im Studium.

00:33:22: Ich glaube, mich haben da was ich ja auch schon am Anfang so ein bisschen mit meinem ersten Gesangsprofessor erzählt habe hat das mich gezwungenermaßen sehr gestärkt ist ja auch immer wenn man durch harte Zeiten oder so durchgeht ist ja das gute daran immer dass es einen irgendwie vorbereitet für die nächste Challenge und für andere schwierige Phasen.

00:33:41: Also deshalb habe ich schon das Gefühl, dass es viele Situationen in meinem Leben gab wo ich ja einfach eine gewisse Resilienz zeigen musste oder sich so eine gewissen Resilience auch entwickelt hat.

00:33:52: Dass ich da teilweise mit umgehen kann.

00:33:56: Es gibt aber auch immer noch Phasen und die gab's jetzt auch schon dieses Jahr wo ich wirklich erstmal schlucken musste wenn man sich bewirbt und man bekommt noch nicht mal eine Antwort von irgendeinem Theater oder kriegt keine Antwort und wird auch nicht eingeladen, so kommentarlos.

00:34:13: Das ist dann irgendwie schon echt heavy weil ich das dann einfach unhöflich und ungerecht finde.

00:34:18: also es macht mich dann wütend.

00:34:21: Und klar gibt manchmal auch Momente wenn man viel Zeit in Norddischen verwendet hat und ganz viel Kraft und auch ganz viel Liebe natürlich reingibt.

00:34:30: Man muss sich ja auch den Leuten so verkaufen und hört dann irgendwie zwei Monate lang dieses Songs oder manchmal auch ein bisschen kürzer, weil es sehr spontan ist.

00:34:38: Und ich gehe ja in den Raum und präsentiere mich und sage Ich bin die und die und ich verkörpere das.

00:34:45: Das ist meine Rolle – die bin ich jetzt gerade!

00:34:47: Dann ist man natürlich eins mit diesem Material, mit diesen Gedanken diese Rolle spielen zu können und spielen zu wollen Und dann irgendwie in so einem zwei, in zwei Sätzen in der Mails bekommen.

00:34:59: Nee danke hat leider nicht gereicht und das ist schon hart und da habe ich natürlich auch immer mal Momente wo ich denke warum mache ich das eigentlich alles?

00:35:10: Aber jetzt kann ich es... wegstecken und dann geht's irgendwie wieder neu los.

00:35:16: Ja, aber es ist schon auch hart mental also immer wieder eine neue Herausforderung das wird auch nicht besser mit der Zeit.

00:35:23: Also ganz im Gegenteil ich habe irgendwie das Gefühl je länger die Karriere geht und sehe dass auch bei älteren KollegInnen umso mehr steigt auch irgendwie der Druck, dass man immer wieder große Rollen bekommt, dass es nicht stagnieren darf bzw.

00:35:38: jetzt ziehe ich mich ja schon immer mal so phasenweise dann auch ein bisschen aus dieser Welt raus, was mir glaube ich auch gut tut um auch immer wieder zu merken das ist jetzt nicht der weltuntergang wenn du jetzt mal eine oder zwei jahre keinen aus sweet spielst und so ne große rolle hast.

00:35:52: es gibt auch noch andere sachen.

00:35:55: Ich glaub dass es ganz gesund und es hilft mir auch zur so Ablehnung erstmal das auch irgendwie besser wegstecken zu können.

00:36:03: aber es ist brutal klar Es ist auch oberflächlich.

00:36:06: manchmal Ja, es ist einfach ein hartes Business.

00:36:10: Das kann man nicht anders sagen.

00:36:11: Stimmt ja!

00:36:12: Hat ja auch die Sängerin, die Golden geschrieben und gesungen hat.

00:36:19: Die K-Cop-Song aus dem Netflix Film.

00:36:21: Die hat ja auch einen ganz, ganz bunten Weg und die sagte ja auch nochmal dieses Sprichwort rejected means being redirected.

00:36:30: Das ist im Grunde das was du auch sagst.

00:36:32: jede Ablehnung Schubst dich einfach auf den Weg, wenn wir es spirituell betrachten.

00:36:38: Auf dem du dem jetzt dein Fahrt weitergeht.

00:36:42: Total und ihr seid da ja beide auch so sehr in dieser Überzeugung und da glaube ich halt auch total dran dass ist irgendwie im Nachhinein alles irgendwie auch Sinn macht und dann wieder das Puzzleteil kommt selbst wenn es zwei Jahre später ist und ich glaube daran immer zu glauben und sich darauf zu verlassen, es gibt eine enorme Sicherheit.

00:37:02: Aber klar gibt's da natürlich auch wieder Phasen wo man das nicht so merkt und denkt was ist denn jetzt eigentlich gerade hier los?

00:37:08: Richtig!

00:37:09: Das gehört auch dazu.

00:37:10: und dass auch schön das zu uns daran teilhaben lässt, das kennen wir ja auch.

00:37:12: wie hera In unserem Job gibt es ja auch Echo und Flut, manchmal denkt man hoch.

00:37:17: Was ist denn hier los?

00:37:18: Nichts läuft mehr!

00:37:19: Und dann wieder weiß man nicht wohin mit den ganzen Menschen.

00:37:21: Genau da ist es einfach genau so unfassbar wichtig dass man eben Leute um sich herum hat die die gleiche Einstellung haben die einen immer wieder dran erinnern oder daran erinneren.

00:37:32: das Universum macht gerade Platz irgendwie für Neues und schickt dir dann genau die Jobs einfach für dich bestimmt sind.

00:37:40: und da wünsche ich dir oder wünschen wir dir liebe Judith auf jeden Fall aus tiefsten Herzen, dass du dann auch ganz viele tolle Türen geöffnet bekommst.

00:37:48: Und ganz viele Tolle Rollen in Zukunft noch spielen darf.

00:37:52: Wir sind immer Riesen-Fan und sitzen super gerne

00:37:54: vorne

00:37:54: drin.

00:37:55: Ich weiß doch beim Stage Entertainment Jubiläums Konzert.

00:38:01: Himmel haben wir Rotz und Wasser Gold in der neuen

00:38:04: Flora!

00:38:07: Natürlich auch sehr wegen Philipp Büttner.

00:38:10: Ich nicht, ich

00:38:10: nun einetwegen!

00:38:13: Das ist auch okay bitte.

00:38:15: Nein es einfach creme de la crème oder so.

00:38:19: Und wirklich

00:38:20: ganz toll.

00:38:20: Das ist süß.

00:38:21: aber wisst ihr was ich jetzt gerade auch so schön mit unter wegen eures Podcasts so schön finde das jetzt auch so ein bisschen wechselt weil ich bin ja auch immer ganz großer Fan von euch und ihr habt mich ja auch die letzten Jahre so krass immer inspiriert also dass es ja auch So toll wie ihr eure Wege geht und wie ihr eurer Visionen lebt.

00:38:41: Und jetzt in so einer Zeit, wo es bei mir manchmal ein bisschen phasenweise ruhiger ist, dann höre ich euern Podcasts und das ist jetzt ein bisschen andersrum irgendwie dass sich ganz viel aus eurem Leben... ...und von euren Gedanken mitbekomme und das finde ich ganz schön.

00:38:54: Danke schön!

00:38:57: Ich finde das ist ein wunderschönes Abschlusswort.

00:39:00: oder was meinst du Bette?

00:39:01: Richtig richtig schön

00:39:03: Judith wenn du magst Erzähl doch gerne noch mal der Community, wo sie dich demnächst hören können.

00:39:08: Du meintest eben schon bei Scholl?

00:39:10: Genau!

00:39:12: Ich habe tatsächlich auch ein, das hab ich schon wieder fast vergessen.

00:39:15: Das ist sehr bald und zwar habe ich ein kleines Solo-Konzert in der Nähe von Landshut am fünftzehnten, fünften, fünfzehnte Mai also schon sehr, sehr bald!

00:39:24: Das ist so ein ganz intimes süßes Konzert ja im kleinen Theater.

00:39:31: Das gebe ich im Zusammenhang mit einem Workshop am fünfzehntenfiften und es ist so einen Judith Best of mit ihren Herzenssongs.

00:39:39: danach wird auch noch einen Meet and Greet geben, wo wir alle ein bisschen quatschen können.

00:39:43: Also kommt doch da vorbei für alle Kurzentschlossenen.

00:39:46: und sonst Disney in Concert im Herbst wie gesagt Scholl in Magdeburg bis Ende Mai.

00:39:54: und ja das sind so die nächsten Sachen.

00:40:02: Deine Herzensongs, hast du noch eine Herzensong für unsere coole Playlist?

00:40:06: Ja und zwar den Song habe ich selbst noch nie gesungen.

00:40:09: Aber das ist so mein Go-to-Nostalgie-Song, den ich wirklich jeden Tag höre Und zwar I'll be seeing you von Billie Holiday.

00:40:19: Den packen wir mit drauf.

00:40:21: Ja danke

00:40:22: Sehr schön.

00:40:25: Ich hätte noch ganz viel zu besprechen Judith, ich würde vorschlagen dürfen wir dich nochmal einladen zu einem späteren Zeitpunkt und nochmal einen Nachklapp machen?

00:40:33: Aber sowas von!

00:40:35: Ich bin auf jeden Fall dabei.

00:40:37: Sehr schön,

00:40:38: da freuen wir uns drauf.

00:40:39: Genau gut ich möchte euch gerne noch einladen.

00:40:43: Ich habe hier am vierten Mai in meinem Studio in

00:40:45: Hamburg

00:40:46: von neunzehn bis einsundzwanzig Uhr einen Infotalk und eine Openmaster-Class für alle Interessierte die gerne in die Firma Focus Group kommen möchten.

00:40:54: der Abend ist kostenfrei für euch.

00:40:55: ihr könnt einfach euch über den Link in der bio anmelden und dann gerne dabei sein und mich und die Firma focus

00:41:02: group kennenlernen.

00:41:03: Ja, macht das gerne und ich freue mich schon auch total auf unsere nächste Folge, liebe Birte.

00:41:08: Wo wir dann endlich mal über das Thema Self-Care sprechen.

00:41:12: Genau!

00:41:13: Wir haben ja einiges zu besprechen zu dem Thema.

00:41:15: Yay!

00:41:16: Vielen Dank dass du hier in meinem kleinen Studio

00:41:19: warst.

00:41:20: Liebe Judith, dass wir uns immer wieder live gesehen haben.

00:41:22: Hier

00:41:23: zu dritt... Das war eine ganz große Freude.

00:41:25: Es war ganz wundervoll mit euch.

00:41:27: Vielen vielen dank, dass sich eure Gäste sein durfte.

00:41:30: Vielen Dank Judith!

00:41:31: Danke

00:41:31: Vera, bis zum nächsten Mal.

00:41:33: Tschau.

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